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In den entbehrungsreichen Jahren um den 2.Weltkrieg gab es in vielen deutschen Familien zum Frühstück nur einen Brotaufstrich: Rübensaft. Oft war er so dünnflüssig, dass man das Brot in den Saft eintunken musste. So entstand die Bezeichnung “Stips” für Rübensaft.

Als der Wunstorfer Albert Reinhold (1910-2001) im Jahre 1933 zusammen mit seinen Brüdern Alfred und Wilhelm in der Sandkuhle vom Bauunternehmer König eine kleine Stipsfabrik aufbaute, konnte er das Know-how aus der Mitarbeit in einem auswärtigen Betrieb nutzen.

Innerhalb kürzester Zeit erfreute sich Reinhold’s Rübensaft bei den Wunstorfern und in der Region so großer Beliebtheit, dass die Produktionsstätte nicht mehr ausreichte. So kauften die Gebrüder Reinhold stadteinwärts an der Hagenburger Straße ein Gewerbegrundstück und errichteten die Fabrik, in der noch heute produziert wird. Obwohl alle drei Brüder im Krieg eingezogen wurden, stand der Betrieb auch in diesen Jahren nicht still. Vater Robert führte die Geschäfte weiter.

Nach Krieg und Gefangenschaft konnte Albert Reinhold sein Lebenswerk weiterführen. Sein Bruder Alfred war nicht aus dem Krieg zurückgekehrt und Wilhelm Reinhold schied später aus dem Familienbetrieb aus.

Weil Stips viele Menschen an die dunklen Jahre der Armut erinnerte und man sich jetzt Wurst und Marmelade leisten konnte, ging die Nachfrage nach Rübensaft seit dem “Wirtschaftswunder” überall zurück. Von den über 500 Betrieben, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Rübensaft herstellten, konnte kaum eine Handvoll überleben. Nur in Wunstorf, wo Albert Reinhold zusammen mit seinem Sohn Albert Reinhold jun. die Qualität und den Geschmack des Saftes durch Verbesserungen im Produktionsverfahren optimierten, blieb die Beliebtheit des Produktes ungebrochen.

Da es Reinhold’s Rübensaft nicht im Supermarkt gibt, sondern fast nur über den Fabrikverkauf zu erhalten ist, kommen jedes Jahr ab Oktober Kunden aus immer größeren Entfernungen, um sich mit dem Produkt einzudecken.

Noch mit 90 Jahren hat Albert Reinhold in der Fabrik mitgearbeitet und die Produktion überwacht. Jetzt, da auch sein Sohn das Rentenalter erreicht hat, wird der Betrieb von Enkel Jürgen Reinhold weitergeführt.